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Prozess um toten Rocker: Lebenslange Haftstrafe gefordert

Prozesse Prozess um toten Rocker: Lebenslange Haftstrafe gefordert

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Rockers im Drogenhändler-Milieu hat die Staatsanwaltschaft vor dem Frankfurter Landgericht eine lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert.

Frankfurt/Main. Sie plädierte auf Mord und verlangte darüber hinaus die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, die eine Entlassung aus der Haft nach 15 Jahren ausschließen würde. Der 28-Jährige habe heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt, als er den Rocker im April vergangenen Jahres im Frankfurter Problemviertel Bonames mit mindestens 22 Schüssen getötet habe.

Der mutmaßliche Täter und das Opfer waren Konkurrenten im örtlichen Drogenhandel. Die Spannungen eskalierten, nachdem der Bruder des Angeklagten vom späteren Opfer bei einem Rauschgiftgeschäft um rund 40 000 Euro betrogen worden war. Das von dem Angeklagten vor einigen Wochen abgelegte Geständnis bezeichnete die Staatsanwältin als "reines Lippenbekenntnis". Der Mann hatte seinerzeit auch auf zwei Bekannte des Opfers geschossen, die mit diesem auf einer Bank saßen. Wegen gefährlicher Körperverletzung beantragte die Anklagevertretern deshalb gesonderte Strafen von sechs bis sieben Jahren, die bei einer lebenslangen Haftstrafe aber in den Hintergrund treten würden.

dpa

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