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Prozess um schwunghaften Handel mit gefälschten Fahrkarten

Prozesse Prozess um schwunghaften Handel mit gefälschten Fahrkarten

Weil sie mit gefälschten Fahrkarten gehandelt haben soll, steht eine 79-Jährige zusammen mit Sohn und Tochter vor dem Landgericht Frankfurt. Die Frau und ihre 50 und 56 Jahre alten Kinder sollen so mindestens 31 000 Euro eingenommen haben.

Frankfurt/Main. Zu Beginn des Prozesses am Dienstag räumten die Angeklagten ein, die Fälschungen zwischen 2014 und Anfang 2015 an Bahnreisende weitergeleitet zu haben. Zuvor sollen Blanko-Fahrscheine - von anderen - gestohlen und in Serbien gefälscht worden sein.

Die Angeklagten sollen die falschen RMV-Tickets, unter anderem Monatskarten, für durchschnittlich die Hälfte des regulären Preises veräußert haben. Die letzten der insgesamt 24 angeklagten Taten wurden bereits von der Polizei überwacht. Nach Angaben der Angeklagten diente das Geld insbesondere dazu, die karge Rente der Mutter aufzubessern. "Ich konnte nicht Nein sagen, als man mich gebeten hatte, mitzumachen", sagte die 79-Jährige vor Gericht. "Schon vorher haben mir meine Kinder finanziell sehr geholfen".

In einem Fall erwiesen sich die Fälschungen jedoch als Flop: Mittlerweile hatten im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Preise angezogen, die falschen Tickets wurden dadurch unverkäuflich. "Mit so etwas müssen Sie beim RMV immer rechnen, meine Damen und Herren", sagte dazu der Vorsitzende Richter. Der Prozess wird fortgesetzt.

dpa

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