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Prozess um getöteten Polizisten: Im Fenster gespiegelt?

Prozesse Prozess um getöteten Polizisten: Im Fenster gespiegelt?

Der Prozess um den Polizistenmord von Herborn ist am Donnerstag mit einem Rückblick auf den Besuch des Limburger Landgerichts am Tatort fortgesetzt worden. Bei dem Ortstermin vor anderthalb Wochen am Herborner Bahnhof hatte das Gericht klären wollen, ob der Angeklagte vom Zug heraus die sich nähernden Beamten hatte erkennen können. Dabei sei herausgekommen, dass man zwar sein Spiegelbild in der Fensterscheibe habe sehen können, erläuterte der Nebenklägervertreter am Donnerstag.

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Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Limburg. Die Durchsicht auf den Bahnsteig sei dadurch aber nicht überdeckt worden.

Die Verteidigung befand dagegen, dass der Ortstermin die Aussage des 28 Jahre alten Angeklagten bestätigt habe. Dieser will die Polizisten nicht wahrgenommen haben, weil er auf sein Spiegelbild im Fenster konzentriert gewesen sei. Zum Angriff sei es gekommen, weil er eine Attacke von Rockern befürchtet habe. Er soll am noch dunklen Morgen des 24. Dezember einen 46 Jahre alten Polizisten mit einem Messer getötet und dessen ein Jahr älteren Kollegen schwer verletzt haben. Zuvor war er in einem Regionalzug als Schwarzfahrer aufgefallen.

Bei der Verhandlung am Donnerstag kamen Zeugen zu Wort, die dem Angeklagten bei einer Party wenige Wochen vor der Tat begegnet waren. Dieser sei "ziemlich angetrunken" und teils aggressiv gewesen. Ein Zeuge berichtete, der 28-Jährige habe in einer Situation gesagt, rausgehen und "jemanden umbringen" zu wollen.

dpa

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