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Prozess um getötete Schwiegermutter: Gutachterin sieht keinen Affekt

Prozesse Prozess um getötete Schwiegermutter: Gutachterin sieht keinen Affekt

Im Prozess um ein tödliches Familiendrama in Mittelhessen geht eine Gutachterin von einer geplanten Tat des Angeklagten aus. "Für eine Affekthandlung gab es keinen Anlass", sagte sie am Donnerstag vor dem Landgericht Marburg.

Marburg. Die Sachverständige schloss zudem eine psychische Erkrankung des 24-Jährigen aus. Er soll im vergangenen Mai in Marburg seine 51-jährige Schwiegermutter erstochen haben. Zudem soll er mit dem Messer seine von ihm getrennte Ehefrau sowie deren Bruder verletzt haben. Der Mann ist unter anderem wegen Totschlags angeklagt. Das Gericht wies aber darauf hin, dass auch heimtückischer Mord in Betracht komme.

Der 24-Jährige hatte zu Beginn des Prozesses im Januar angegeben, vor der Tat eine Überdosis Psychopharmaka genommen zu haben. Diese Aussage sei durch die Blutuntersuchungen nicht bestätigt worden, sagte die Gutachterin. "Und selbst wenn er die angegebene Dosis eingenommen hätte, hätte das keine Bewusstseinsstörung zum Zeitpunkt der Tat zur Folge gehabt." Daraufhin stellten die Verteidiger des 24-Jährigen weitere Beweisanträge, das Gericht vertagte Plädoyers und Urteilsverkündung auf den 26. März.

dpa

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