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Prozess um erschwindelten Titel: Geständnis zum Auftakt

Prozesse Prozess um erschwindelten Titel: Geständnis zum Auftakt

Mit einem umfassenden Geständnis hat vor dem Landgericht Frankfurt ein Prozess um Titelmissbrauch gegen einen 46-Jährigen begonnen. Der gelernte Kaufmann räumte am Donnerstag ein, von einem Titelhändler einen "Doktor phil" erworben und diesen mehrfach bei Notaren, Gerichten und Rechtsanwälten verwendet zu haben.

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Ein Verhandlungssaal im Landgericht in Frankfurt am Main.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Er verfüge über eine gefälschte Urkunde und Doktorarbeit, die er aber nach drei Seiten nicht weiter gelesen habe, "weil mir der Kopf rauchte".

Während der Kaufmann nach seinem Geständnis auf ein mildes Urteil hofft, blieb der mitangeklagte mutmaßliche Titelhändler (47) der Verhandlung fern. Gegen ihn beantragte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl. 

Der Titelhändler soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht nur den 46-Jährigen mit einem falschen Doktor-Titel ausgestattet haben, sondern auch Jonas K., einen der Gründer der Kapitalanlagefirma S&K, der sich derzeit vor dem Landgericht Frankfurt wegen mutmaßlicher millionenschwerer Immobilienbetrügereien zu verantworten hat. Angesichts des großen Betrugsverfahrens war das Strafverfahren gegen ihn wegen Titelmissbrauchs im Vorfeld eingestellt worden.

dpa

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