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Prozess um Polizistenmord geht in Verlängerung

Prozesse Prozess um Polizistenmord geht in Verlängerung

Seit Juni verhandelt das Landgericht Limburg die tödliche Attacke auf einen Beamten im mittelhessischen Herborn. Der Prozess nähert sich zwar seinem Ende - aber mit Verzögerung.

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Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz.

Quelle: Uli Deck/Archiv

Limburg. Kurz vor seinem Ende ist der Prozess um den mutmaßlichen Polizistenmord von Herborn überraschend ohne Plädoyer der Verteidigung vertagt worden. Statt des erwarteten Schlussvortrages stellte der Verteidiger am Dienstag einen Befangenheitsantrag gegen einen bereits vor mehreren Wochen gehörten Sachverständigen. Bevor das Gericht darüber entscheidet, soll eine Stellungnahme des Experten eingeholt werden. Der Prozess vor dem Landgericht Limburg wird nun am 14. November fortgesetzt.

Der psychiatrische Sachverständige hatte den 28 Jahre alten Angeklagten begutachtet und war Anfang Oktober von den Prozessbeteiligten dazu befragt worden. Staatsanwaltschaft und Nebenklage reagierten daher mit Unverständnis darauf, dass die Verteidigung erst jetzt Bedenken anmeldete.

Der Angeklagte soll an Heiligabend 2015 am Bahnhof von Herborn in Mittelhessen einen 46 Jahre alten Polizisten erstochen und dessen 47-jährigen Kollegen schwer verletzt haben. Der 28-Jährige steht seit Juni unter anderem wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht.

Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten vor rund einer Woche in ihren Plädoyers lebenslange Haft für den mehrfach vorbestraften Mann gefordert. Die Anklage ist überzeugt, dass der Angeklagte die Tat auch aus "abgrundtiefem Hass auf Polizisten" beging. Der 28-Jährige dagegen will die Beamten nicht erkannt haben. Er habe sich bedroht gefühlt und lediglich verteidigt. 

dpa

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