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Prozess um Nachbarschaftsstreit

Prozesse Prozess um Nachbarschaftsstreit

Im Limburger Prozess um einen eskalierten Streit zwischen Nachbarinnen hat die Staatsanwaltschaft fünf Jahre und drei Monate Haft für die Angeklagte gefordert.

Limburg. Die 48-Jährige hat im Mai in Bischoffen (Lahn-Dill-Kreis) einen Bauarbeiter angefahren. Die Angeklagte habe sich der schweren Körperverletzung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr schuldig gemacht, sagte der Staatsanwalt am Mittwoch vor dem Landgericht.

Als die Angeklagte gesehen habe, wie ein Bauarbeiter die Grenzbebauung zwischen ihrem und dem Nachbargrundstück beseitigte, habe sie die Kontrolle verloren und sei mit ihrem Auto auf ihn zugefahren. Das Opfer geriet unter den Wagen. Sie habe seinen Tod billigend in Kauf genommen, sagte der Staatsanwalt.

Die Nachbarin hatte die Männer beauftragt. Um den Verlauf und die Gestaltung der Grenze zwischen den Grundstücken gab es Streit zwischen den Frauen. Im Fall der zur Tatzeit 15- und 17-jährigen Söhne der Angeklagten, die einen anderen Arbeiter mit Beilen, einer Axt und einem Baseballschläger angriffen, plädierte der Staatsanwalt auf Freispruch.

Der Verteidiger sagte, die Frau habe von den Baumaßnahmen nichts gewusst und der Nachbarin Hausverbot erteilt. Einen Vorsatz sehe er nicht, es handele sich um ein "Augenblicksversagen". Ein Strafmaß gab er nicht an. Das Urteil soll am 27. Dezember verkündet werden.

dpa

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