Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 16 ° wolkig

Navigation:
Prozess um Mord an Grillhütte geht in die Verlängerung

Prozesse Prozess um Mord an Grillhütte geht in die Verlängerung

Der Prozess um einen mutmaßlichen Mord an einer Grillhütte in Nordhessen zieht sich in die Länge. Das Landgericht Kassel hat nach Angaben eines Sprechers bis zum 16. Oktober fünf weitere Verhandlungstage angesetzt.

Kassel. Ursprünglich sollte in der zurückliegenden Woche bereits das Urteil gesprochen worden sein.

Vor dem Landgericht müssen sich drei 22, 28 und 35 Jahre alte Männer verantworten. Sie sollen im Juli 2013 einen 38-Jährigen an die Grillhütte "Waldfrieden" in Hessisch Lichtenau gelockt und dort mit einem Schlagstock und einem Beil erschlagen haben.

Die Männer sind wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. Ob es auch zu einer solchen Verurteilung kommt, erscheint aber fraglich: Das Gericht hatte zuletzt den rechtlichen Hinweis gegeben, dass für den 22-Jährigen und den 35-Jährigen auch eine Bestrafung lediglich wegen Beihilfe zur Tötung in Betracht komme. Die tödlichen Schläge sollen vom 28 Jahre alten Hauptangeklagten allein verursacht worden sein.

Als Motiv sieht die Staatsanwaltschaft eine Liebesbeziehung zwischen dem 28 Jahre alten Angeklagten und der Ehefrau des Opfers. Bestätigt allerdings wurde dies nicht, die Frau machte von ihrem Recht Gebrauch, nicht auszusagen. Der 35 Jahre alte Angeklagte hatte zu Prozessbeginn seine Unschuld beteuert, die beiden anderen schweigen. Der Prozess wird am 16. September fortgesetzt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama