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Prozess um Kapitalanlagebetrug eröffnet: Richter befangen?

Prozesse Prozess um Kapitalanlagebetrug eröffnet: Richter befangen?

Unter dem Vorwurf des millionenschweren Kapitalanlagebetruges hat sich seit Montag ein 72 Jahre alter Kaufmann vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Die Anklage legt ihm zur Last, gemeinsam mit einem bereits verurteilten Bekannten rund 700 Geldanleger um knapp 20 Millionen Euro geschädigt zu haben.

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Ein Prozess wegen millionenschwerer Betrügereien beginnt heute.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Die Anleger investierten in Teakholz- und Kautschukplantagen in Mittelamerika, die längst nicht die in den Prospekten versprochene Rendite abwarfen oder überhaupt nicht vorhanden waren.

Der 73 Jahre alte Komplize war deshalb im Dezember zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Weil dieselbe Strafkammer auch mit dem neuen Verfahren befasst ist, stellten die Verteidiger des Angeklagten einen Befangenheitsantrag. Ihr Mandant sei im Rahmen des ersten Prozesses von den Richtern bereits als unglaubwürdig bezeichnet worden, was die "Besorgnis der Befangenheit" begründe, hieß es. Die Wirtschaftsstrafkammer vertagte daraufhin den Prozess.

Die Beweisaufnahme dürfte recht umfangreich ausfallen - schon jetzt sind Verhandlungstermine bis Ende des Jahres vorgesehen. Der Angeklagte sitzt trotz seines Alters seit einigen Monaten in Untersuchungshaft. Seine mögliche Rolle bei den Betrügereien kam erst während des Prozesses gegen den Komplizen ans Tageslicht. 

dpa

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