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Prozess um Familiendrama eröffnet: Drei Schwerverletzte

Prozesse Prozess um Familiendrama eröffnet: Drei Schwerverletzte

Ein blutiges Familiendrama mit drei Schwerverletzten steht seit Donnerstag im Mittelpunkt eines Prozesses vor dem Landgericht Frankfurt. Angeklagt ist ein 40 Jahre alter, psychisch auffälliger Deutscher, der im Januar nacheinander seine Halbschwester und die Stiefmutter mit einer Axt schwer verletzt und dann seinem Vater mit einem Messer in den Hals gestochen haben soll.

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Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Die Tat spielte sich im Haus der verstorbenen Großmutter in Frankfurt-Hausen ab, in dem die Familie zusammengekommen war.

Über die Hintergründe wurden am ersten von vier geplanten Verhandlungstagen nur Mutmaßungen angestellt. Die im Zeugenstand vernommene Halbschwester vermutete, dass ihr Halbbruder, der aus erster Ehe des Vaters stammte, mit seinem Leben nicht zufrieden gewesen sei und ihre eigene "glücklich zusammenlebende Familie" nicht ertragen konnte.

Zur Tat äußerte sich der Angeklagte nur indirekt. Seiner Halbschwester sagte er, dass er nicht begreifen könne, warum die Tat habe passieren können. "Ich bin froh, dass Du noch lebst", sagte der ehemalige Philosophiestudent. Die Anklage geht von dreifachem Mordversuch aus. Weil keiner der Familienangehörigen mit dem Angriff habe rechnen können, seien sie "arg- und wehrlos" gewesen, hieß es in der Anklageschrift. In dem Prozess wird es auch um eine eingeschränkte Schuldfähigkeit des Mannes gehen. Nach einiger Zeit in Untersuchungshaft wurde er in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt. Der Prozess soll Mitte Oktober abgeschlossen werden.

dpa

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