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Prozess nach gewaltsamen Tod von Bruder und Vater

Prozesse Prozess nach gewaltsamen Tod von Bruder und Vater

Ein Mann soll in Niddatal seinen Bruder in den Kopf gestochen und dann das Haus seines Vaters angezündet haben. Zum Prozessauftakt sagte der wegen Mordes angeklagte Mann nichts.

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Der Eingang des Landgerichtes in Gießen.

Quelle: Marius Becker/Archiv

Niddatal/Gießen. Weil er erst seinen Bruder und dann seinen Vater getötet haben soll, steht ein 61-Jähriger seit Mittwoch vor dem Landgericht Gießen. Zu Beginn des Prozesses machte der Mann keine Aussage. Die Anklage wirft ihm Mord, Totschlag und Brandstiftung vor.

Der Mann soll im April 2016 in Niddatal (Wetteraukreis) zunächst seinen 58 Jahre alten Bruder in den Kopf gestochen und so umgebracht haben. Danach habe er im Haus seines bettlägerigen Vaters Benzin ausgeschüttet und dieses angezündet, erläuterte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft die Vorwürfe. Der 89-Jährige starb an einer Rauchgasvergiftung. Motiv für die angeklagten Taten sollen familiäre Streitigkeiten gewesen sein.

Bei dem Brand war der Angeklagte selbst schwer verletzt worden. Nachbarn fanden ihn auf dem Grundstück. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft war es bei dem Feuer zu einer Verpuffung und Explosion gekommen. Der 58 Jahre alte Bruder galt nach dem Brand zunächst als vermisst. Ermittler fanden dann dessen Leiche im Kofferraum eines Autos. Das Landgericht hat für den Prozess insgesamt acht Verhandlungstage eingeplant. Das Urteil wird im April erwartet.

In der Brandruine war es wenige Wochen nach den mutmaßlichen Taten erneut zu einem Feuer gekommen, das aber nach damaligen Angaben der Polizei damit nicht im Zusammenhang stand. Ein Mann hatte zugegeben, betrunken das Gebäude betreten zu haben. Er habe sich in dem Haus umgeschaut und dann das Feuer verursacht.

dpa

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