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Prozess gegen mutmaßliche Kontobetrüger: Ausgefeilte Methode

Prozesse Prozess gegen mutmaßliche Kontobetrüger: Ausgefeilte Methode

Vier mutmaßliche Kontobetrüger stehen seit Freitag vor dem Landgericht Frankfurt. Insgesamt sollen sie mit ihrer ausgefeilten Methode einen Schaden von mindestens 100 000 Euro angerichtet haben.

Frankfurt/Main. Die Anklage legt den zwischen 46 und 51 Jahre alten Männern unter anderem zur Last, in einer Vielzahl von Fällen mit gefälschten Ausweisen Bankkonten eröffnet zu haben. Die Bankunterlagen wurden dann an Adressen geschickt, die von den Tätern mit manipulierten Briefkästen versehen wurden.

Über die Kundenkartei eines großen Möbelhauses kamen die Männer zudem an Kontendaten verschiedener Kunden - wie sie genau an die Daten kamen, ist bisher unklar. Sie füllten auf Namen der Kunden Überweisungsträger aus und überwiesen das Geld auf die zuvor unter Falschnamen eingerichteten Konten. Das Unterschriftenbild der Kunden erhielten sie, indem sie ihnen Einschreibesendungen mit Rückschein schickten. Auch fingierte Verträge mit Telefonfirmen sollen die Angeklagten abgeschlossen haben, um in den Besitz der Mobiltelefone zu gelangen.

Die Anklage nannte einen Mindestschaden von fast 100 000 Euro. Weil die Unternehmen immer wieder misstrauisch wurden und deshalb viele Aufträge nicht ausgeführt wurden, konnte ein angestrebter Schaden von rund 220 000 Euro verhindert werden. Diese Taten werden den Angeklagten aber als Betrugsversuche zur Last gelegt. Am ersten von elf geplanten Verhandlungstagen verweigerten drei der Angeklagten jegliche Aussage. Der Vierte sagte zu seinem Lebenslauf aus.

dpa

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