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Prozess gegen Hausverwalter wegen Untreue im großen Stil

Prozesse Prozess gegen Hausverwalter wegen Untreue im großen Stil

Ein Immobilienverwalter soll sechs Gemeinschaften von Wohnungseigentümern um insgesamt mehrere Hunderttausend Euro geprellt haben. Wegen Untreue steht der 53 Jahre alte Mann deshalb seit Mittwoch vor dem Amtsgericht Frankfurt.

Frankfurt/Main. Die Anklageschrift, deren Verlesung eine Stunde dauerte, geht von 239 Einzelfällen aus. Der als Hausverwalter tätige Mann soll Geldbeträge von den Konten der Eigentümergemeinschaften abgehoben und für eigene Zwecke verbraucht haben.

Die Staatsanwaltschaft errechnete daraus einen Gesamtschaden von 353 000 Euro, der sechs Gemeinschaften vor allem im Raum Limburg-Weilburg entstanden sein soll. Hintergrund waren offenbar finanzielle Engpässe der Firma. Darüber hinaus soll der Angeklagte für die wirtschaftlich ins Schlingern geratene Immobilienfirma verspätet Insolvenz angemeldet haben.

Am ersten Verhandlungstag äußerte sich der Angeklagte noch nicht zu den Vorwürfen. Sein Verteidiger gab bekannt, dass ihm vor Prozessbeginn die umfangreichen Akten nicht vollständig zugegangen seien und er deshalb noch zahlreiche Unterlagen durcharbeiten müsse. Das Gericht vertagte sich daraufhin und will den Prozess nun Ende März abschließen.

dpa

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