Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Polizist in Zivil mit mehreren Schüssen getötet: Täter-Phantombild

Kriminalität Polizist in Zivil mit mehreren Schüssen getötet: Täter-Phantombild

Tödliche Schüsse auf einen Polizisten: Mit einem Phantombild fahnden Ermittler nach dem Mörder eines 50-Jährigen aus Hessen. Der Polizeibeamte war am Mittwochabend in Bischofsheim (Kreis Groß-Gerau) auf einem Feldweg erschossen worden.

Voriger Artikel
Verfahren wegen Einfuhr von Füllungen für E-Zigaretten eingestellt
Nächster Artikel
Grünes Licht für Marburger Schlossbahn

Von dem Täter fehlt bislang jede Spur.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Bischofsheim. Er sei nicht im Dienst und in Zivil unterwegs gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Donnerstag mit.

Auch einen Tag nach der Bluttat war nicht klar, ob die tödlichen Schüsse mit dem Beruf des Mannes in Verbindung stehen könnten. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte der stellvertretende Sprecher der Staatsanwaltschaft, Noah Krüger. "Das Opfer war in Begleitung von Privatpersonen unterwegs gewesen." Die Staatsanwaltschaft setzte für Hinweise zur Ergreifung des Täters eine Belohnung von 5000 Euro aus.

Die genaue Zahl der Schüsse wurde nicht genannt. Sie wurden den Angaben zufolge an einem Feldrand abgegeben, in der Nähe der Stelle, wo der Polizist wohnte. Der Täter flüchtete. Von ihm fehlte auch am Donnerstagnachmittag jede konkrete Spur. "Wir haben noch nichts Greifbares", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nina Reininger. "Wir ermitteln im ganzen Umfeld."

Zum Schutz der Privatsphäre wollten die Ermittler nicht sagen, in welcher Abteilung der Polizist arbeitete. Das Opfer starb noch am Tatort an seinen schweren Verletzungen.

Die Polizei veröffentlichte ein Phantombild des etwa 50 bis 60 Jahre alten Verdächtigen. Darauf ist ein Mann mit grauem Dreitagebart, Baseballkappe und hellem Oberteil zu sehen. Ein Großaufgebot suchte den Todesschützen, der vermutlich weiter bewaffnet war.

Kollegen des erschossenen Polizisten äußerten sich bestürzt. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Hessen, Andreas Grün, sagte: "Obwohl man um dieses enorm hohe Risiko als Polizist natürlich weiß, ist es dennoch furchtbar, solchen Vorfällen relativ hilflos gegenüberzustehen." Der hessische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Heini Schmitt, sagte: "Wir sind fassungslos über diese grausame, feige und sinnlose Tat."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr