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Polizeischutz für Theater-Aufführung der "Satanischen Verse"

Theater Polizeischutz für Theater-Aufführung der "Satanischen Verse"

Unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen wird das Staatstheater Wiesbaden den Salman-Rushdie-Roman "Die satanischen Verse" auf die Bühne bringen. "Wir haben frühzeitig Kontakt zur Polizei gesucht.

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Der Autor von "Die satanischen Verse", Salman Rushdie.

Quelle: Arne Dedert

Wiesbaden. Diese hat Einschätzungen vorgenommen, denen wir nun zu folgen haben", sagte Intendant Uwe Eric Laufenberg am Freitag. Er selbst erachte die Maßnahmen "nicht unbedingt für nötig".

Das Publikum muss etwa beim Kartenkauf persönliche Daten angeben. Bei den Vorstellungen müssen sich Besucher ausweisen und werden mit Detektoren kontrolliert. Die Polizei wird präsent sein.

Der Geschäftsführende Direktor am Staatstheater, Bernd Fülle, betonte, dass das Sicherheitskonzept nicht die Hauptrolle bei der Inszenierung spielen soll. "Alle Maßnahmen erfolgen unter der Prämisse, dass wir einen völlig normalen Theaterabend aufrecht erhalten wollen, bei dem das Stück selbst im Vordergrund steht." Schon während der Proben bewacht Sicherheitspersonal die abgesperrte Spielstätte.

1989 hatte der damalige oberste Führer im Iran, Ajatollah Khomeini, auf Basis einer "Fatwa" ein Todesurteil gegen Rushdie verhängt. Radikale Muslime hatten den Roman als gotteslästerlich empfunden. In Wiesbaden wird nach einem Regiewechsel der aus dem Irak stammende Kurde Ihsan Othmann das Stück mit einem achtköpfigen Schauspielensemble inszenieren. Premiere ist am 19. Mai.

dpa

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