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Kriminalität

Polizei setzt sich nach Juwelier-Überfall auf Spur der Täter

Nach dem spektakulären Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft im Main-Taunus-Zentrum sind die Täter weiter auf der Flucht. Am helllichten Tag waren am Montag drei mit Äxten und einer Pistole bewaffnete Männer in den Laden gestürmt, hatten die Angestellten bedroht und wertvolle Uhren und Schmuck aus den Vitrinen gestohlen.

Sulzbach/Hofheim. Sie entkamen zu Fuß. Am Dienstag gelang es der Polizei, den Fluchtweg zu rekonstruieren. Die Ermittler suchen nun nach einem dunklen Kleinwagen.

Anhand von Zeugenaussagen sei bekanntgeworden, dass die drei Männer das Einkaufszentrum zu Fuß verließen und dann an der Bundesstraße 8 in das Auto stiegen, sagte Polizeisprecher Andreas Beese am Dienstagnachmittag. Das Auto fuhr demnach in Richtung Frankfurt-Höchst - und damit zur Autobahn 66.

Die Räuber hatten nach Angaben von Filialleiter Marcus Jakob Uhren und Schmuck im Wert bis zu 700 000 Euro erbeutet. Abgesehen hatten sie es vor allem auf wertvolle Uhren, sagte Jakob der dpa. Seine Mitarbeiter und er stünden noch unter Schock: "Bis wir das richtig verarbeitet haben, das dauert noch ein bisschen."

Als die Polizei nach dem Alarm eintraf, begann sie laut dem Sprecher sofort mit Fahrzeugkontrollen rund um das Zentrum, auch ein Hubschrauber war im Einsatz - jedoch ohne Erfolg. Das Vorgehen der Männer nannte der Sprecher dreist: In aller Ruhe hätten sie mit den Äxten und der Pistole das Einkaufszentrum bei Sulzbach durchquert und das Geschäft ausgeraubt - und das gegen 12 Uhr mittags.

Die Ermittler gleichen den Fall auch mit ähnlichen Raubüberfällen ab, unter anderem mit einem aus München, in dem die Täter auch mit Äxten bewaffnet waren. Zusammenhänge ergaben sich dabei aber zunächst noch nicht, wie Beese sagte.

Einer der Täter hatte sich laut Polizei mit einer dunklen Perücke, einer Brille und einem falschen Bart getarnt, die anderen trugen Baseball-Mützen. Die Männer sollen zwischen 30 und 45 Jahre alt sein. Die Uhren und den Schmuck packten sie in Rucksäcke. Zur Ermittlungsarbeit der Polizei gehört nun laut dem Sprecher auch, zu beobachten, ob die gestohlenen Schmuckstücke auf dem Schwarzmarkt auftauchten.

dpa


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