Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Polizei nimmt nach Brandserie in Einhausen Verdächtigen fest

Brände Polizei nimmt nach Brandserie in Einhausen Verdächtigen fest

Eine Brandserie hält die Menschen in einem kleinen Ort in Südhessen seit Monaten in Atem. Jetzt hat die Polizei den mutmaßlichen Täter geschnappt. Die Bewohner hoffen, dass der Spuk nun ein Ende hat.

Einhausen. Nach einer Brandserie im südhessischen Einhausen (Kreis Bergstraße) hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst. "Es besteht der dringende Tatverdacht, dass der Festgenommene seit 2014 für zahlreiche Brände verantwortlich ist", teilten die Ermittler am Montag mit. Nähere Angaben machten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht, sie wollen aber an diesem Mittwoch (4.11.) bei einer Pressekonferenz weitere Details bekanntgeben.

In der Nacht zum Montag hatte es erneut in Einhausen gebrannt. Rund 30 Strohballen waren angezündet worden, die Feuerwehr musste sie kontrolliert abbrennen lassen. In der 6000-Einwohner-Gemeinde hatte es in den vergangenen rund eineinhalb Jahren eine Serie von mehr als 40 absichtlich gelegten Bränden gegeben. Heuballen, Holzstapel und Hallen gingen in Flammen auf. Menschen wurden nicht verletzt, es entstand aber größerer Sachschaden.

So verursachte ein Feuer im Oktober fast 200 000 Euro Schaden, als ein Carport, Teile eines Wohnhauses und zwei Autos brannten. Das Feuer entstand in unmittelbarer Nachbarschaft von Gemeindebrandinspektor Christoph Röll. Seitdem gehe er davon aus, dass der Brandstifter ihn persönlich kenne, sagte Röll am Montag. Die Polizei habe auch in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr nach dem Täter gesucht.

Röll wie auch andere Bewohner von Einhausen zeigten sich erleichtert, sollte der Serienbrandstifter tatsächlich gefasst sein. In einer Bäckerei erzählte die Inhaberin, dass Anwohner von Einhausen und des Nachbarortes Lorsch eine Facebook-Gruppe eingerichtet hätten, um sich wegen des "Feuerteufels" auf dem neuesten Stand zu halten. Es habe eine ängstliche Stimmung geherrscht.

"Das Geräusch der Feuerwehr ist schon Normalzustand geworden - was noch beängstigender ist", sagte eine junge Mutter, die mit ihren beiden Kindern nahe des bislang letzten Tatortes spazieren ging. Da hatte die Nachricht von der Festnahme noch nicht die Runde gemacht.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama