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Pokémon-Fans drohen Platzverweise und Bußgelder

Freizeit Pokémon-Fans drohen Platzverweise und Bußgelder

Das beliebte Smartphone-Spiel Pokémon Go stößt nicht überall in Hessen auf Gegenliebe. Für großen Ärger sorgen die Onlinespieler in Steinau an der Straße.

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Eine Pokemon Go Spielerin trägt eine Pokemonmütze.

Quelle: Peter Steffen/Archiv

Steinau a.d. Straße. In der 10 000-Einwohner-Stadt im Main-Kinzig-Kreis häufen sich seit Wochen Beschwerden über nächtliche Ruhestörungen. Selbst in der Dunkelheit sind Freunde der virtuellen Monsterjagd auf den Straßen und Gassen der kleinen Fachwerk-Innenstadt mit ihren Handys unterwegs.

Bürgermeister Malte Jörg Uffeln (parteilos) droht deshalb nun mit Platzverweisen und sogar Bußgeldern. "Ich will niemandem etwas Böses. Aber wenn es zu laut wird, ist Schluss mit lustig", sagte er am Dienstag und bestätigte Medienberichte. "Die Spieler müssen Rücksicht nehmen und können nachts nicht so herumlärmen."

In Steinau gebe es an einigen Ecken für Pokémon-Spieler reizvolle Orte, wo sie Monster fangen und kämpfen lassen können, sagte Uffeln. Der Bürgermeister will nun beim Anbieter des Online-Games dafür sorgen, dass die Orte aus dem Spiel genommen werden. Für seinen öffentlichen Vorstoß, den Uffeln als "pädagogische Peitsche" bezeichnet, erntete er in den sozialen Medien auch Kritik. Auch an anderen Orten in Hessen sorgt das zuweilen massenhafte Auftreten der Pokémon-Spieler für Aufsehen oder beschäftigt die Polizei.

dpa

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