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Plakatwände werden Kunst: Schirn zeigt Werke der Affichisten

Ausstellungen Plakatwände werden Kunst: Schirn zeigt Werke der Affichisten

Sie rissen alte Werbeplakate von den Wänden und erklärten die viellagigen Papierfetzen kurzerhand zur Kunst: Den berühmten Affichisten der 50er Jahre widmet die Schirn Kunsthalle in Frankfurt unter dem Titel "Poesie der Großstadt" jetzt eine große Ausstellung.

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Kurator und Direktor des Städel-Museums, Max Hollein.

Quelle: C. Schmidt/Archiv

Frankfurt/Main. Zu sehen sind dabei mehr als 150 Arbeiten von Raymond Hains, Jacques Villeglé, Français Dufrêne, Mimmo Rotella und Wolf Vostell aus den Jahren 1946 bis 1968.

Die gezeigten Werke reichen von wandgroßen Plakatabrissen bis zu kleinen Fragmenten und Fotoarbeiten. Nach Angaben der Schirn vom Mittwoch ist die Werkschau, die zuvor in Basel zu sehen war, die erste umfassende Überblicksausstellung seit mehr als 20 Jahren. "Sie benutzten das Material, das die Straße ihnen bot. Doch nur die wenigsten wissen, dass die Affichisten die ersten, echten Wegbereiter der Street-Art sind", sagte Schirn-Direktor Max Hollein.

Oftmals in heimlichen Nacht-und-Nebel-Aktionen rissen die radikalen Künstler teilweise mehrere Meter große und vielfach überklebte Plakate von Bauzäunen und Häusern herunter und schufen daraus ihre Werke. "Das Ideal war natürlich eine Plakatwand, an der gar nichts mehr zu machen war", erinnerte sich der 1926 geborene Villeglé am Mittwoch. Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Mai zu sehen.

dpa

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