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Plädoyers im Tugce-Prozess erwartet

Prozesse Plädoyers im Tugce-Prozess erwartet

Frankfurt/Darmstadt (dpa/lhe) - Der Prozess um den gewaltsamen Tod der Studentin Tugce nähert sich seinem Ende. Für Freitag (12. Juni) sind vor dem Landgericht Darmstadt die Plädoyers geplant.

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Der Angeklagte Sanel M. (r.) verbirgt sich vor der Öffentlichkeit.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Am Dienstag dann (16. Juni) will der Vorsitzende Richter Jens Aßling das Urteil verkünden. 

Angeklagt ist der 18 Jahre alte Sanel M. wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Er soll die Studentin im November 2014 vor einem Schnellrestaurant in Offenbach so heftig ins Gesicht geschlagen haben, dass sie stürzte. Tugce schlug mit dem Kopf auf und starb einige Tage später im Krankenhaus an den Folgen einer Hirnblutung.

Der Tod der 22-Jährigen hatte große Anteilnahme ausgelöst, weil Tugce in dem Restaurant zwei Mädchen vor dem Angeklagten beschützt haben soll. Im Prozess gab es zu diesem Punkt jedoch teils widersprüchliche Aussagen.

Es wird erwartet, dass Sanel M. nach Jugendstrafrecht verurteilt wird. Er hatte am Tattag seinen 18. Geburtstag nachgefeiert. Das Jugendstrafrecht sieht Sanktionen wie Arrest, Arbeitsauflagen oder die Teilnahme an einem Anti-Gewalt-Training vor. Möglich sind auch Haftstrafen im Jugendgefängnis. Das Gericht muss die Strafe dabei so bemessen, dass eine erzieherische Einwirkung möglich ist. 

Am Mittwoch hatte das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt bekanntgegeben, eine Beschwerde von Sanel M. gegen die Fortdauer seiner Untersuchungshaft abgelehnt zu haben. Als Gründe nannte das OLG den weiter dringenden Tatverdacht und Fluchtgefahr. Weil der Angeklagte massiv bedroht werde, sei zu befürchten, dass er sich ins Ausland absetze, hieß es. 

dpa

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