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Partner im Streit erstochen: Verteidigung fordert Freispruch

Prozesse Partner im Streit erstochen: Verteidigung fordert Freispruch

Im Totschlagsprozess gegen eine Frau aus Kassel hat die Staatsanwaltschaft sechs Jahre Haft gefordert. Die 59-Jährige muss sich vor dem Landgericht Kassel verantworten, weil sie im Juli 2014 im Kasseler Stadtteil Harleshausen ihren 48 Jahre alten Lebensgefährten im Streit mit einem Küchenmesser in die Brust gestochen haben soll.

Kassel. Der Mann starb noch in der gemeinsamen Wohnung an seinen schweren Verletzungen.

Die Staatsanwältin wertete die Tat als Totschlag. "Die Angeklagte wurde in eine Ecke der Küche gedrängt, was noch keine Notwehrsituation darstellt", sagte die Anklägerin am Dienstag. Zudem sei ein Messer nicht das mildeste Mittel gewesen. Sie forderte aufgrund der spontanen Tat und des Geständnisses vor Gericht eine Haftstrafe von sechs Jahren.

Die Verteidigung plädierte hingegen auf Freispruch. Die Frau sei bereits mehrfach von ihrem Partner geschlagen worden. "Am Tattag wurde sie dann in die Enge getrieben. Als das Opfer dann die Faust zum Schlag erhoben hatte, gab es für die Angeklagte keine andere Möglichkeit dem Angriff zu entgehen, als sich aktiv zu verteidigen", sagte der Verteidiger in seinem Plädoyer. Damit sei eine Notwehrsituation klar gegeben gewesen.

Das Urteil wird für den 19. Februar erwartet.

dpa

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