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Opium-Kurier schmuggelte nach Deutschland: Haftstrafe

Prozesse Opium-Kurier schmuggelte nach Deutschland: Haftstrafe

Weil er rund 600 Gramm Opium in 37 Tütchen geschluckt und nach Deutschland gebracht hat, ist ein Mann vom Landgericht Frankfurt zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Frankfurt/Main. Nach seiner Ankunft auf den Frankfurter Flughafen fiel der 35-Jährige aus Kanada den Kontrollen quasi bewusstlos vor die Füße. Eines der Opium-Päckchen hatte sich in seinem Magen geöffnet. Im Krankenhaus konnte das Leben des Kuriers jedoch gerettet werden. "Wenn das Heroin gewesen wäre, säßen Sie heute nicht mehr hier", sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung am Dienstag. Das Opium sollte nach Teheran weitertransportiert werden.

Ursprünglich ging die Anklage von rekordverdächtigen 1,9 Kilogramm geschluckten Rauschgifts aus. In der Verhandlung stellte sich diese Zahl jedoch als Ergebnis eines Rechenfehlers heraus. Laut Gutachten waren es knapp 600 Gramm Opium, die der Kurier geschluckt hatte, um einem Bekannten in Kanada "einen Gefallen zu tun". Vor Gericht wurde neben diesem Geständnis das hohe gesundheitliche Risiko für die Schlucker-Kuriere strafmildernd angerechnet.

dpa

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