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Opferverein "Glasbrechen" hört nach fünf Jahren auf

Schulen Opferverein "Glasbrechen" hört nach fünf Jahren auf

Der nach dem Bekanntwerden der sexuellen Übergriffe an der Odenwaldschule im südhessischen Heppenheim gegründete Opferverein "Glasbrechen" hört nach fünf Jahren auf.

Heppenheim. Nach einer Auflage des Finanzamtes müsse die Satzung geändert werden, der Verein könne dann aber seiner Arbeit nicht mehr nachkommen, teilte "Glasbrechen" am Dienstag mit. Nun werde eine andere Organisationsform gesucht, um weiterzumachen.

Bisher hätten Vereinsmitglieder Betroffene im Verein und außerhalb des Vereins - insbesondere in Notsituationen - persönlich unterstützt. Aus eigens eingeworbenen Mitteln seien individuelle Leistungen für Opfer bereitgestellt worden. Nun könnten nach der Satzungsänderung Mitglieder des Vereins aber nicht mehr Geld von "Glasbrechen" erhalten.

Die Odenwaldschule ist mittlerweile Geschichte. Interessenten war Anfang September ein Konzept zur Fortführung der insolventen Einrichtung von den Aufsichtsbehörden nicht genehmigt worden. An der Schule war vor fünf Jahren ein lange zurückliegender sexueller Missbrauch von Lehrern an Schülern bekanntgeworden. Offiziell wird von mindestens 132 Opfern ausgegangen, von bis zu 500 ist die Rede.

dpa

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