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Odenwaldschule: Verfechter lassen Chancen einer Klage prüfen

Schulen Odenwaldschule: Verfechter lassen Chancen einer Klage prüfen

Die Verfechter einer Neuauflage der insolventen Odenwaldschule lassen prüfen, ob sie sich vor Gericht gegen das "Nein" der Aufsichtsbehörden wehren. Voraussichtlich diese Woche könnte ein Ergebnis vorliegen, sagte Gaby Magsam.

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Gebäude der Odenwaldschule sind am 09.07.2015 in Ober-Hambach.

Quelle: Uwe Anspach/Archiv

Heppenheim. Sie ist die Sprecherin einer Gruppe von Eltern und Sponsoren, die die Schule in abgespeckter Form unter dem Namen "Schuldorf Lindenstein" fortsetzen will. Ein Anwalt kläre unter anderem, ob ein Gang vor Gericht Erfolg haben könnte.

Die Aufsichtsbehörden hatten Ende des vergangenen Jahres ihre im September bekanntgegebene Absage an einen Weiterbetrieb bekräftigt. Nach wie vor sei nicht klar belegt, dass ein zuverlässiger wirtschaftlicher Betrieb der Privatschule gewährleistet sei. Magsam meinte dagegen, das vorgelegte Konzept sei "wirtschaftlich vertretbar". Die Ablehnung der Behörden sei eine "politische Entscheidung". An der Odenwaldschule wird nicht mehr unterrichtet.

Die Odenwaldschule ist von einem Missbrauchsskandal erschüttert worden. 2010 waren kurz vor der Feier zum 100-jährigen Bestehen lange zurückliegende sexuelle Übergriffe von Lehrern auf Schüler bekanntgeworden. Das Vertrauen in die Einrichtung litt, die Zahl der für das Internat zahlenden Schüler ging zurück. Schließlich kam die Insolvenz. Offiziell wird von 132 Missbrauchsopfern ausgegangen, Schätzungen sprechen auch von bis zu 500.

dpa

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