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Obere Forstbehörde will Fichte als "Brotbaum" erhalten

Behörden Obere Forstbehörde will Fichte als "Brotbaum" erhalten

Durch die Samenernte von geprüften Fichten sollen die schrumpfenden Bestände des Nadelbaums in Hessen gesichert werden. Die Fichte sei ein sehr umstrittener Baum, den man aber für die Forstwirtschaft brauche, sagte Nordhessens Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) am Freitag in Willingen.

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Baumkletterer Jörg Stücker von Hessen Forst erntet in einer Fichtekrone Zapfen.

Quelle: Uwe Zucchi

Willingen. Beim Regierungspräsidium (RP) in Kassel ist die Obere Forstbehörde angesiedelt. Sie feiert in diesem Jahr wie das RP ihr 150-jähriges Bestehen.

Aus diesem Anlass wurden zum letzten Mal die Samen der dort über 180 Jahre alten Fichten geerntet. Diese Bäume haben ihr biologisches Lebensende erreicht. Die Fichtenfläche in Hessen ist in den vergangenen 25 Jahren von 85 000 auf 75 000 Hektar gesunken. Die Fichte sei aber weiter der "Brotbaum", der knapp die Hälfte der finanziellen Erträge bringe.

Unterstützung für den Erhalt der Bestände kommt von Baumschulen, Waldeigentümern und Holzwirtschaft. "Über 85 Prozent aller Holzprodukte bestehen aus Nadelholz",sagte Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes. Wenn man Produkte wegen fehlendem Nadelholz nicht herstellen könne, seien über eine Million Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr.

dpa

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