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Notorischer Stalker legt vor Gericht Geständnis ab

Prozesse Notorischer Stalker legt vor Gericht Geständnis ab

Weil er nur einen Tag nach seiner Haftentlassung der ehemaligen Lebensgefährtin wieder massiv nachstellte, hat sich seit Montag ein 44 Jahre alter Mann vor dem Amtsgericht Frankfurt zu verantworten.

Frankfurt/Main. Am ersten Verhandlungstag gab er zu, der 42-Jährigen E-Mails mit Morddrohungen und ähnlichen Inhalten geschickt zu haben. Es geht um 90 Vorfälle. Die Frau habe ihm allerdings in Briefen in die Haftanstalt zu erkennen gegeben, die Beziehung doch wieder aufnehmen zu wollen, hieß es.

Weil er in der vorausgegangenen Verbindung zu einer anderen Frau ebenfalls durch massives Nachstellen und Belästigen aufgefallen war, wurde der Angeklagte bereits Ende vergangenen Jahres vom Landgericht Frankfurt zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Zusätzlich verhängte das Gericht damals Ordnungshaft, weil sich der Mann nicht an die gerichtliche Kontaktsperre gehalten hatte. Nur einen Tag nach dem Ende dieser Haft gingen die Nachstellungen unvermindert weiter. Mittlerweile sitzt der Mann deshalb wieder in Haft.

Das Opfer berichtete im Zeugenstand von großen psychischen Beschwerden, auch ihrer beiden Kindern aus einer anderen Beziehung litten unter den Belästigungen. Sie habe ihre Wohnung aufgeben müssen und lebe jetzt "anonym unter einer Postfachadresse". Das Gericht hat noch zwei weitere Verhandlungstage angesetzt.

dpa

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