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Neun Monate Bewährungsstrafe für falschen Rettungssanitäter

Prozesse Neun Monate Bewährungsstrafe für falschen Rettungssanitäter

Ein 55-jähriger arbeitete als Rettungssanitäter in einem Frankfurter Krankenhaus. Seine Vorgesetzten waren nach seinen Angaben zufrieden. Doch ausgebildet ist er nur als Zimmermann.

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Land- und Amtsgericht Frankfurt am Main.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Ein gelernter Zimmermann gibt sich als Rettungssanitäter aus und arbeitet zehn Monate in einem Frankfurter Krankenhaus. Das Frankfurter Amtsgericht verurteilte den 55-jährigen Mann am Donnerstag wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu neun Monaten Bewährungsstrafe. Nach seinen Angaben waren die Vorgesetzten im Frankfurter Krankenhaus, in dem er von 2012 bis 2013 arbeitete, zufrieden - die Täuschung kam erst heraus, als er wegen einer ähnlichen Tat in Baden-Württemberg vor Gericht stand.

Vor Gericht legte der vielfach vorbestrafte Mann ein umfassendes Geständnis ab. Wegen seiner Vorstrafen habe er auf seine Bewerbungen immer nur "Absagen, Absagen und Absagen" erhalten. Weil er auch bei der Bundeswehr einem Sanitätsbataillon angehört habe, sei ihm die Idee einer Bewerbung als Rettungsassistent gekommen. Sein Fachwissen eignete er sich nach eigenen Angaben im Internet an. Weil er nach einer - allerdings erfolglos gebliebenen - gefälschten Bewerbung in Baden-Württemberg bereits 15 Monate in Haft saß, setzte das Frankfurter Gericht die Freiheitsstrafe zur Bewährung aus. Seine Haftstrafe verbüßte er in den Jahren 2014 und 2015. Inzwischen ist der Mann laut Gericht verheiratet und hat eine neue Arbeit in Aussicht - legal als Auslieferungsfahrer.

dpa

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