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Neue Notfallkran-Züge aus Fulda helfen der Bahn

Verkehr Neue Notfallkran-Züge aus Fulda helfen der Bahn

Die Deutsche Bahn hat am Dienstag in Fulda zwei neue Notfallkran-Züge getauft. Es sind die ersten beiden von bundesweit fünf neuen Zügen, wie die DB Netz erklärte.

Fulda. Zwei Fahrzeuge werden noch in Wanne-Eickel und eines in Leipzig ersetzt. In Fulda wurden die Züge auf die Namen "Fulda" mit den Zusätzen "Herkules" und "Zeus" getauft. Für die Erneuerung der Notfallzüge investiert die Bahn 35 Millionen Euro. Fulda ist der zentrale Standort der Notfalltechnik der Bahn in Deutschland.

Notfallkräne sind mit einer Traglast von 160 beziehungsweise 100 Tonnen ausgestattet und können entgleiste Waggons oder verkeilte Züge bergen. Der neue Notfallkran aus Fulda hat sich bereits im Februar bei dem schweren Zugunglück in Bad Aibling bewährt. Dort waren zwei Regionalzüge frontal aufeinander geprallt.

Die neuen Notfallzüge seien mit Tempo 100 doppelt so schnell am Einsatzort wie die alten, teilte die Bahn mit. Zudem laufe die Bergung bis zu 40 Prozent schneller. Der Notfallzug bestehe aus fünf Fahrzeugen. Außer dem Kran gibt es einen Wagen zur Energieversorgung, eine Werkstatt, einen Aufenthaltswagen und einen Schlafwagen.

Eine Vereinbarung mit den Innenministerien der Länder verpflichtet die Deutsche Bahn dazu, schwere Hebegeräte für Notfälle bereit zu halten. Die seit Mitte der 1970er Jahre bestehenden Notfallkräne werden jetzt nach und nach durch technisch modernere Züge ersetzt.

dpa

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