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Neue Kriegsspiele verwischen Grenze zur Wirklichkeit

Computer Neue Kriegsspiele verwischen Grenze zur Wirklichkeit

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) hat vor den Gefahren neuer Computer-Kriegsspiele gewarnt. "Sie verwischen zunehmend die Grenze zwischen virtueller Realität und der Wirklichkeit", sagte HLS-Geschäftsführer Wolfgang Schmidt-Rosengarten der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

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Als Soldaten verkleidete Computerspieler an der «Gamescom» in Köln.

Quelle: Henning Kaiser

Frankfurt/Main. "Die Kriegsspiele werden in der Darstellung immer realistischer." Dazu komme künftig der Bildschirm als 3-D-Brille, der es den Spielern ermögliche, direkt in der virtuellen Landschaft zu agieren.

Die Computer- und Videospielhersteller bemühten sich, das Image der Killerspiele loszuwerden und hätten damit großen Erfolg. "Kriegsspiele, bei denen es nur darum geht zu töten, um zu gewinnen, werden von aufreizenden Models an den Mann gebracht, eingebettet in heroische Klänge", kritisierte Schmidt-Rosengarten. "Hinzu kommen junge Männer in Uniformen, die mit verwegenem Gesichtsausdruck auf Militärfahrzeugen Position einnehmen und die Besucher einladen sich mit Ihnen fotografieren zu lassen." Dies habe etwa die Computerspielmesse Gamescom gezeigt, die am 9. August mit einem Besucherrekord von rund 345 000 Menschen zu Ende gegangen ist.

Zugleich fragten sich viele, warum sich junge Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund vom Kriegsgeschehen in Syrien und den Gräueltaten der Terrormiliz IS angezogen fühlten. "Die Propaganda des IS im Internet nutzt die gleichen martialischen Bilder, unterlegt sie mit ohrenbetäubendem Lärm und suggeriert, dass im Kampfgebiet auch Frauen auf die Krieger warten, wie es auch bei der Präsentation der Angebote der Spielehersteller zu sehen ist."

dpa

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