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Nach Kontroverse: Verteilung von Rotlicht-Broschüre gestoppt

Kommunen Nach Kontroverse: Verteilung von Rotlicht-Broschüre gestoppt

Wenige Stunden vor Beginn der Bahnhofsviertelnacht hat die Frankfurter Tourismusgesellschaft TCF am Donnerstag die Verteilung einer umstrittenen Broschüre über das Rotlichtviertel der Mainmetropole gestoppt.

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Häuser im Rotlichtviertel in Frankfurt am Main.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt. Vorausgegangen war eine heftige Kontroverse mit dem Vorwurf, in der Publikation werde auch Werbung für zwei Bordelle gemacht. Bei CDU und Grünen im Frankfurter Rathaus war es zudem zu Kritik an Formulierungen über osteuropäische und transsexuelle Prostituierte gekommen.

"Wir nehmen die Kritik ernst", sagte TCF-Chef Thomas Feda. Die Tourismusgesellschaft habe einen Journalisten als ausgewiesenen Kenner des Bahnhofsviertels mit der Gestaltung der Broschüre beauftragt. Damit sei auch auf die steigende Nachfrage von Touristen und Reiseveranstaltern reagiert worden, die sich gerade unter dem Eindruck vorangegangener Bahnhofsviertelnächte nach Szenetipps erkundigt hätten.

"Inhaltlich ist nicht alles optimal", gab Feda zu. Die Broschüre solle überarbeitet werden. Vor der Veröffentlichung einer neuen Version solle der Text auch mit dem Frauenreferat erörtert werden. "Das ist ein Lernprozess", sagte Feda. Allerdings gelte grundsätzlich: Wenn das Bahnhofsviertel mit all seinen Kontrasten dargestellt werde, gehörten dazu nicht nur Szene und Kultur, sondern auch das Rotlichtmilieu.

Im vergangenen Jahr besuchten etwa 40 000 Menschen die Frankfurter Bahnhofsviertelnacht. Wie bereits in den Vorjahren wird den Besuchern von 19 Uhr abends bis Mitternacht ein Blick hinter die Kulissen des Stadtteils geboten. Neben Szenekneipen, Hilfseinrichtungen und Unternehmen gehören dazu auch Animierklubs und Table Dance-Lokale.

dpa

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