Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Macht Schokolade wirklich Pickel?

Mythos Macht Schokolade wirklich Pickel?

Die Deutschen lieben den Griff zur Schokolade: 2017 lag der Pro-Kopf-Konsum von Schokoladenwaren bei 9,48 Kilogramm, teilt die Krankenkasse IKK Südwest mit und klärt über Wirkungen der Lieblingssüßigkeit der Deutschen auf.

Voriger Artikel
Neun Jahre Haft nach tödlicher Attacke in Männerwohnheim
Nächster Artikel
Mann tötete Nachbarin und sich anschließend selbst

Schokolade in Maßen ist gesund. Ernährungsexperten der Krankenkasse IKK Südwest empfehlen vor allem den Verzehr von dunkler Schokolade.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Deutschen 2017 weniger Schokolade verzehrt. 2016 waren es noch 9,74 Kilo. Dennoch steht die Süßigkeit hoch im Kurs. Schokolade ist nämlich Studien zufolge im Durchschnitt die beliebteste Süßigkeit der Deutschen – umso schwerer fällt es, sich zu beherrschen. Dabei hat die Nascherei bei vielen einen faden Beigeschmack: Ein bekannter Ernährungsmythos besagt, dass Schokolade Pickel verursachen kann.

Eine Rippe darf man sich gönnen

IKK-Ernährungsexpertin Marie-Louise Conen weist darauf hin, dass Schokolade nachweislich keine Pickel hervorruft. Stattdessen stecken vor allem verstopfte Hautporen oder überschüssige Talgproduktion hinter einem unreinen Hautbild. Diese Erkenntnis bedeutet für Jugendliche, die insbesondere von Pickeln und Pusteln betroffen sind, dass ein Verzicht auf Schokolade das Leiden nicht mildert. In der Pubertät begünstigen Hormone die Entstehung von Hautunreinheiten, erklärt die IKK.

Menschen mit Hautproblemen können sich somit getrost ein leckeres Stück Schokolade gönnen, hält die Krankenkasse fest. Allerdings sei das richtige Maß entscheidend, um nicht übermäßig viele Kalorien, Zucker und Fett zu sich zu nehmen. Wissenschaftler empfehlen eine tägliche Menge von maximal sieben bis 20 Gramm, was einer Rippe entspricht, berichtet die IKK.

Kakao liefert Mineralstoffe

Empfehlenswert sei vor allem dunkle Schokolade an, das heißt mit 70 bis 90 Prozent Kakaoanteil. Diese enthalte von allen Schokoladesorten die meisten Flavonoide. Die Pflanzenstoffe führten zu erweiterten Blutgefäßen und senkten somit, wenn auch nur minimal, den Blutdruck. Außerdem enthalte Kakao eine beträchtliche Menge an Mineralstoffen wie Magnesium und Kalium.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr