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Musikschulen fordern mehr Geld vom Land

Musik Musikschulen fordern mehr Geld vom Land

Die Arbeit öffentlicher Musikschulen ist wichtig - darin sind sich Landesverband und Landesregierung einig. Wenn es um die Höhe der Landeszuschüsse geht, gehen die Ansichten aber auseinander.

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Ein Musikschüler spielt auf der Blockflöte.

Quelle: Jens Büttner/Archiv

Wiesbaden. Die hessischen Musikschulen fordern ein massives Plus bei den staatlichen Zuschüssen. Ansonsten breche das gut etablierte Netzwerk zusammen, warnte der Vorsitzende Michael Eberhardt in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Der hessische Landesverband deutscher Musikschulen feierte am Samstag in Wiesbaden sein 50-jähriges Bestehen. Die bisherigen Landeszuschüsse von rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr reichten bei weitem nicht und müssten mindestens verdreifacht werden, forderte Eberhardt.

In der Kulturpolitik der Landesregierung genieße die Förderung der öffentlichen Musikschulen einen hohen Stellenwert, wurde hingegen Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (CDU) in einer Mitteilung zitiert. Die Landeszuschüsse von gut 2,5 Millionen Euro lägen um 650 000 Euro über den Fördermitteln im Jahr 2014. "Allein in diesem Jahr hat die hessische Landesregierung die Musikschulförderung um weitere 150.000 Euro erhöht", erklärte Rhein.

In Hessen müssten die Eltern aber vergleichsweise viel für den Besuch ihrer Kinder in der Musikschule bezahlen, sagte der Verbandsvorsitzende Eberhardt. Auf der anderen Seite würden Musikschullehrer deutlich schlechter bezahlt als in anderen Bundesländern. Als Vorbild nannte der Musiklehrer unter anderem Baden-Württemberg. Hier sei die Förderung gesetzlich geregelt - und Kommunen würden mehr in die Pflicht genommen.

Im Landesverband sind 66 Schulen organisiert mit derzeit rund 130 000 Schülern. Nach den Worten von Eberhardt bestehen 660 Kooperationen mit staatlichen Schulen, wo Wahlunterricht angeboten wird. Bei "ZusammenSpiel Musik" könnten die Kinder beispielsweise in kleinen Gruppen verschiedene Instrumente ausprobieren, darunter Geige, Gitarre und Querflöte.

dpa

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