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Mordprozess um erschossene Frau: Ehemann stellt Tat als Unfall dar

Im Mordprozess um seine erschossene Ehefrau hat der 69-jährige Angeklagte das Geschehen vor dem Landgericht Fulda als tragischen Unfall dargestellt. Unter Tränen schilderte der Mann zum Auftakt der Hauptverhandlung am Donnerstag, dass seine Frau ihn vor ihrem Tod in einer Nacht Mitte Februar mit dem Messer bedroht habe.

Fulda. Der Schuss habe sich bei dem Versuch gelöst, sie zu beschwichtigen. Seine Frau sei depressiv und deswegen in Behandlung gewesen. Laut Anklage soll der Mann aus Bebra (Kreis Hersfeld-Rotenburg) der 67-Jährigen mit einer Repetierbüchse in den Kopf geschossen haben, während sie im Bett schlief. Der Jäger besitzt legal Waffen.

In den vergangenen Jahren habe sie ihn siebenmal mit einem Messer bedroht, sagte der 69-Jährige. Als dies in der Nacht im Februar geschah, habe er sein Gewehr aus dem Keller geholt und in seinem Schlafzimmer in die Ecke gestellt. "Kann sein, dass ich Angst hatte", erklärte er. Am Morgen habe seine Frau dann mit dem Messer in der Hand vor ihm gestanden. Er habe sich zum Schutz ein Kissen vor das Gesicht gehalten, und sie habe zugestochen. Dann sei er aufgesprungen und habe das Gewehr ergriffen.

Auf dem Rückweg in ihr Schlafzimmer müsse die Frau wohl gestolpert und hingefallen sein, sagte der Angeklagte. Dann sei alles voller Blut gewesen, er habe seine Frau ins Bett gelegt. "Mein Mandant ist kein Mörder, sondern Teil einer Tragödie, die sich über Jahre entwickelt und in dieser Nacht zugespitzt hat", sagte der Verteidiger Christopher Posch. Der Schuss habe sich offenbar gelöst, als sein Mandant über die am Boden liegende Frau hinwegstieg. "Ihr müsst mir glauben, dass ich meine Frau geliebt habe", beteuerte der Angeklagte.

dpa


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