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Mordanklage nach tödlichen Schüssen auf Gremium-Rocker

Prozesse Mordanklage nach tödlichen Schüssen auf Gremium-Rocker

Rund neun Monate nach den tödlichen Schüssen auf einen Rocker des MC Gremium Fulda hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 27-Jährigen erhoben. Der Frankfurter muss sich voraussichtlich im Sommer wegen Mordes und zweifachen Mordversuchs vor dem Landgericht Frankfurt verantworten, wie Staatsanwältin Miriam Haßbecker am Freitag in Frankfurt sagte.

Frankfurt/Main. Der Angeschuldigte soll insgesamt 22 Schüsse abgegeben haben. Hintergrund waren Drogengeschäfte. Täter und Opfer waren der Polizei bereits wegen Drogen- und Gewaltdelikten bekannt.

Bei den Schüssen in einer Hochhaussiedlung im sozialen Brennpunkt war der Rocker am 2. April kurz vor seinem 30. Geburtstag getötet worden. Zwei seiner Begleiter (29 und 33 Jahre) wurden verletzt. Der vorbestrafte Täter soll während der Schießerei gerufen haben: "Keiner beklaut meine Familie!" Laut Staatsanwaltschaft waren sowohl der Angeschuldigte als auch der Getötete in Drogengeschäfte verwickelt. Die Schüsse fielen in der Nähe eines Spielplatzes in einer Parkanlage im Stadtteil Bonames.

Der mutmaßliche Mörder hatte sich noch am selben Abend mit seinem Rechtsanwalt bei der Polizei gestellt und die Ermittler zur Tatwaffe geführt. Zum Motiv sagte er lange nichts.

Zur Beerdigung des Rockers auf dem Frankfurter Hauptfriedhof waren am 9. April rund 600 Menschen gekommen. Etwa die Hälfte von ihnen waren Rocker der MC Gremium aus ganz Deutschland.

dpa

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