Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Mord an einer Grillhütte: Verteidiger fordern Freisprüche

Prozesse Mord an einer Grillhütte: Verteidiger fordern Freisprüche

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Mannes an einer Grillhütte in Nordhessen haben die Verteidiger Freisprüche für die drei Angeklagten gefordert. Vor dem Landgericht Kassel waren sich die Anwälte am Montag einig, dass es "keine belastbaren Beweise" für eine Verurteilung der 22, 28 und 36 Jahre alten Männer gebe.

Kassel. Die Angeklagten sollen 2013 das 38 Jahre alte Opfer an der Grillhütte "Waldfrieden" in Hessisch Lichtenau erschlagen haben.

Für Verwirrung hatte zuvor die russische Redensart "Ich werde ihn begraben" gesorgt. Der Verteidiger des mutmaßlichen Haupttäters hatte einen Antrag gestellt, um die Auslegung des Ausspruchs zu klären. Die drei anwesenden Dolmetscher erklärten unisono, bei der Redewendung handele es sich um einen Ausspruch ähnlich wie dem deutschen "Ich mach dich kalt", dem kein direkter Mordgedanke innewohnen müsse.

Die Staatsanwaltschaft beantragte Freiheitsstrafen zwischen sechs und zwölf Jahren wegen gemeinschaftlichen Totschlags. Die Nebenklage sah den Mordvorwurf bestätigt und forderte für den Hauptangeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe mit dem Zusatz der besonderen Schwere der Tat. Für die anderen Angeklagten wurden eine lebenslange Freiheitsstrafe beziehungsweise zwölf Jahre Haft beantragt. Das Urteil wird für den 16. Oktober erwartet.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama