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Mord an Ehefrau: Ex-Polizist zu lebenslanger Haft verurteilt

Prozesse Mord an Ehefrau: Ex-Polizist zu lebenslanger Haft verurteilt

Wegen Mordes an seiner Ehefrau ist ein Ex-Polizist vom Gießener Landgericht zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. "Er hat seine Frau als seinen Besitz angesehen", sagte der Vorsitzende Richter am Dienstag bei der Urteilsverkündung.

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Langericht Gießen.

Quelle: Marius Becker/Archiv

Gießen. Die Mordmerkmale der Heimtücke und niedrigen Beweggründe seien erfüllt. Eine besondere Schwere der Schuld gebe es aber nicht. Der 56-Jährige hatte seine von ihm getrennt lebende 51-jährige Ehefrau im vergangenen Juli im mittelhessischen Staufenberg niedergeschlagen, mit einem langen Dolch am Hals schwer verletzt und schließlich erwürgt. Nach der Tat hatte er selbst die Polizei verständigt.

Der Richter kam mit dem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft nach, die in ihrem Plädoyer von Mord gesprochen hatte. "Die Tat war relativ brutal und kündigte sich über zwei Jahre an", sagte der Staatsanwalt. Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert und eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren gefordert. Das Urteil ist nach Angaben eines Gerichtssprechers noch nicht rechtskräftig.

Nach Zeugenaussagen soll der Angeklagte seine Frau über zwei Jahre hinweg immer wieder bedroht haben. Das Paar lebte bereits seit Mai 2012 getrennt. "Die Frau hatte eine Stalking-Odyssee hinter sich", sagte der Staatsanwalt. Sie wollte sich scheiden lassen, was der Angeklagte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht akzeptiert habe.

Die Schwester der Toten nannte ihren Schwager im Prozess einen "Kontrollfreak". Das Paar hat eine 17-jährige Tochter und einen 23-jährigen Sohn.

dpa

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