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Montgomery: Organspende bedarf besserer Beratung

Gesundheit Montgomery: Organspende bedarf besserer Beratung

Organspenden sollen nach Willen der Bundesärztekammer (BÄK) den Bürgern besser erklärt und finanziell stärker unterstützt werden. Das forderte der Präsident der Kammer, Frank Ulrich Montgomery, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

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Ein Organspendeausweis.

Quelle: Caroline Seidel/Archiv

Frankfurt/Berlin. "Der Transplantationsskandal des Jahres 2012 war nur ein Grund für das weitere Absacken der Spenderzahlen. Wesentlich wichtiger ist die nach wie vor nicht ausreichende Finanzierung der Transplantationsbeauftragten in den Krankenhäusern sowie der Ausgleich sogenannter Vorhaltekosten für die Organentnahme. Auch Angehörigengespräche mit speziell geschultem Personal müssen auskömmlich bezahlt werden", sagte der BÄK-Chef und fügte hinzu: "Hier sind die Krankenkassen immer noch ein großer Bremsklotz."

Eine sogenannte Widerspruchslösung, bei der jeder Versicherte grundsätzlich als Spender eingestuft wird, es sei denn, er spricht sich eindeutig dagegen aus, hält Montgomery in Deutschland für kaum durchsetzbar. "In der Ärzteschaft hat es immer viel Sympathie für eine "Widerspruchslösung" gegeben. Sie entspricht aber nicht unbedingt der Realität in einem Land, in dem man zu jedem kleinen Pieks und jedem kleinen Eingriff umfassend aufgeklärt werden muss, 24 Stunden Bedenkzeit einfordern kann und schriftlich einwilligen muss."

Am Donnerstagvormittag beginnt ein zweitägiger Kongress der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in Frankfurt.

dpa

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