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Modernisierter Druckraum: Suchtkranke von der Straße holen

Soziales Modernisierter Druckraum: Suchtkranke von der Straße holen

Ein modernisierter Druckraum im Frankfurter Bahnhofsviertel soll mehr Suchtkranke von der Straße holen. Dazu diene unter anderem ein neuer Aufenthaltsraum für bis zu 50 Menschen, sagte Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilige (Grüne) am Donnerstag bei der Wiedereröffnung der Einrichtung der Drogenhilfe, die rund ein Jahr lang umgebaut worden war.

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Ein Drogenkonsument zieht im Druckraum Heroin in eine Spritze.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Frankfurt/Main. Die größte der vier sogenannten Frankfurter Fixerstuben bietet Suchtkranken neben 12 Plätzen für das Spritzen von Heroin unter Aufsicht nun auch 4 Plätze zum Rauchen von Crack und Heroin. "Crystal Meth ist noch kein Thema im Bahnhofsviertel", sagte Einrichtungsleiter Ronald Scheider.

Rund 2400 Rauschgiftabhängige konsumieren in dem Druckraum pro Jahr insgesamt etwa 90 000 mal harte Drogen. Sie kommen aus ganz Hessen und den angrenzenden Bundesländern. "Die nächsten Konsumräume sind in Köln, Saarbrücken und Hannover", sagte Schneider.

Die vier Einrichtungen mit insgesamt 37 Plätzen zum intravenösen Gebrauch von Heroin gehören zum sogenannten Frankfurter Weg der Drogenpolitik. Dieser gilt als Erfolgsmodell und basiert neben der Überlebenshilfe noch auf drei anderen Säulen: Prävention, Beratung und Repression.

dpa

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