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Mitarbeiter des Kreises Offenbach soll Führerscheine verkauft haben

Kriminalität Mitarbeiter des Kreises Offenbach soll Führerscheine verkauft haben

Ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung Offenbach soll Recherchen der "Frankfurter Rundschau" zufolge jahrelang Führerscheine verkauft haben. Die Pressestelle des Kreises in Dietzenbach bestätigte am Freitag, dass ein Mitarbeiter wegen eines solchen Verdachts im vergangenen Jahr fristlos entlassen wurde.

Offenbach. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt wegen Bestechlichkeit und Falschbeurkundungen im Amt. Darauf stehen bis zu fünf Jahre Haft.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft berichtete von "umfangreichen Ermittlungen". Jeder einzelne Führerschein, den der Mitarbeiter ausgestellt habe, müsse nun nachgeprüft werden. Die Ermittlungen seien ins Rollen gekommen, "weil sich Leute damit gebrüstet haben, dass man in Offenbach Führerscheine kaufen kann".

Laut "Rundschau" hat der Mann gegen ein Schmiergeld von 250 bis 3000 Euro mehr als drei Jahre lang Führerscheine aller Klassen verkauft. Bekannt seien bislang 15 Fälle. Die Käufer hätten vermutlich nach einem Führerscheinentzug den sogenannten "Idiotentest" umgehen wollen. Zwei Männer sollen sogar mehrere Monate lang mit gekauften Papieren einen Schulbus gefahren haben.

dpa

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