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Mit Vogelfütterung noch bis zum Frost warten

Natur Mit Vogelfütterung noch bis zum Frost warten

Angesichts des ungewöhnlich milden Novemberwetters raten Naturschützer, mit dem Beginn der Winterfütterung für Vögel noch etwas zu warten. "Sie finden jetzt noch genug Insekten und die sind ihnen lieber als Körner", heißt es bei der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland.

Mainz/Frankfurt. In der Baumrinde gebe es auch im Winter Larven oder Puppen von Insekten. Jeder Schädling, der jetzt von Vögeln gefressen werde, könne im Frühjahr nicht mehr schlüpfen.

"Auch im Winter müssen Vögel eigentlich nicht gefüttert werden", sagt Gerd Bauschmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Vogelschutzwarte. Aber die Winterfütterung sei eine gute Gelegenheit, um Menschen an die Natur heranzuführen. Das beginne mit einem lockeren Anfüttern: "Jeden Tag ein Händchen, dann haben sich die Vögel daran gewöhnt. Wenn dann wirklich viel Schnee und harter Frost kommt, dann kennen sie das schon."

"Wir raten nicht davon ab zu füttern", sagt auch Laura Kettering beim Naturschutzbund (Nabu) Rheinland-Pfalz. "Wenn es jetzt noch nicht so kalt ist, kann man aber warten, bis Frost kommt." Vor allem Jungtieren mache die Fütterung das Leben leichter, damit sie besser durch den ersten Winter kommen könnten. An der Futterstelle sollte man auf die Qualität des Futters und auf die Hygiene achten, dass sich das Futter nicht mit dem Kot der Tiere vermische.

dpa

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