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Mit Familie gegen Betonpfeiler gefahren: Bewährungsstrafe

Prozesse Mit Familie gegen Betonpfeiler gefahren: Bewährungsstrafe

Ein 44 Jahre alter Mann hat während eines Ehestreits das Auto mit seiner Frau und den beiden Kindern gegen einen Betonpfeiler gesetzt. Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte den Familienvater wegen des Unfalls am Montag zu zehn Monaten Bewährungsstrafe.

Frankfurt/Main. Die Richterin ging von einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und gefährlicher Körperverletzung aus. Der Mann sei nur sehr knapp einer Verurteilung wegen einer vorsätzlichen Straftat entgangen.

Die Zeugenaussage der inzwischen von ihm geschiedenen Frau habe nicht mit absoluter Sicherheit ergeben, dass der Mann absichtlich gegen den Betonpfeiler gefahren sei, sagte die Richterin. So müsse lediglich ein bedingter Vorsatz angenommen werden. "Er hat den Unfall zwar in Kauf genommen aber nicht direkt gewollt."

Der Angeklagte hatte sich offenbar nicht damit abfinden wollen, dass sich die acht Jahre jüngere Frau von ihm getrennt hatte. Als die Scheidungspapiere bei ihm eintrafen, forderte er seine Frau im März 2016 am Telefon auf, aus einem Urlaub zurück zu kommen und holte sie gemeinsam mit den neun und elf Jahre alten Kindern am Frankfurter Flughafen ab.

Auf der Fahrt eskalierte der Streit mit der neben ihm sitzenden Frau. Der Mann schrie: "Soll ich dich jetzt an die Wand fahren" und machte Lenkbewegungen. Plötzlich verlor er die Gewalt über das Fahrzeug, das an einen Betonpfeiler stieß. Nur durch die Sicherheitsgurte und Airbags wurden größere Verletzungen vermieden.

dpa

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