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Millionenstreit um römischen Pferdekopf kommt vor Gericht

Archäologie Millionenstreit um römischen Pferdekopf kommt vor Gericht

Ein jahrelanger Streit um einen römischen Pferdekopf aus Bronze kommt vor Gericht. Der Besitzer des Grundstückes, auf dem die wertvolle Skulptur im Jahr 2009 gefunden worden war, verlangt vom Land Hessen eine Millionenentschädigung, wie die Wochenzeitung "Die Zeit" am Donnerstag berichtete.

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Streit um Sensationsfund aus der Römerzeit.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Wiesbaden/Lahnau. Dem Mann gehe es um 1,8 Millionen Euro, das Land wolle aber nur 48 000 Euro zahlen. Das Landgericht Limburg bestätigte den Eingang der Klage. Wann diese verhandelt wird, sei aber noch offen, sagte ein Sprecher.

Der Streit um den Pferdekopf, der wohl zu einer Reiterstatue aus der Zeit um Christi Geburt gehörte, schwelt schon länger. Nach Angaben des Kunstministeriums in Wiesbaden kommt ein vom Grundstücksbesitzer in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Ergebnis, dass diesem 1,8 Millionen Euro zustehe. Dagegen gehe ein Gutachten, das ein Wissenschaftler für das zuständige Regierungspräsidium Gießen angefertigt habe, von einem Wert von 120 000 Euro aus. Die Behörde habe dann nach dem Abzug von Aufwendungen des Landes die Entschädigung von 48 000 Euro festgesetzt.

Der Pferdekopf wurde 2009 in Lahnau ausgegraben, der Fund galt als Sensation. Die damalige Rechtslage sah vor, dass ein solcher Fund zur Hälfte dem Grundstücksbesitzer und zur Hälfte dem Land gehört.

dpa

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