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Milder Winter schont Straßen: weniger Schlaglöcher

Kommunen Milder Winter schont Straßen: weniger Schlaglöcher

Wenig Frost bedeutet auch weniger Schlaglöcher: Der zweite milde Winter in Folge hat in hessischen Kommunen erneut die Straßen geschont. Die Kosten für die Straßensanierung jedoch sind nicht geringer geworden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

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ADAC: «Im März werden die so richtig fies»

Quelle: Patrick Pleul/Symbol

Kassel. Und noch ist das Thema nicht erledigt. Der Automobilclub ADAC Hessen-Thüringen warnt vor neuen Schlaglöchern. "Im März werden die so richtig fies", sagt Sprecher Cornelius Blanke. Grund sei der Wechsel zwischen Frost in den Nächten und zweistelligen Temperaturen am Tag. Insgesamt gebe es aber auf hessischen Straßen weniger Schlaglöcher als in den vergangenen Jahren. Blanke forderte, Schlaglöcher nicht provisorisch zu flicken. "Flicken birgt die Gefahr, dass es im nächsten Winter wieder aufbricht." Bei vielen Löchern müsse der Straßenbelag erneuert werden. "Für den Erhalt der Straßen ist zu wenig Geld verbraucht worden".

In KASSEL ist der Umfang der Winter-Straßenschäden vergleichbar mit dem vergangenen Jahr, wie Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich mitteilte. Die Stadt gibt für die Straßenunterhaltung ihres Straßennetzes pro Jahr etwa 2,8 Millionen Euro aus. "Milde Winter mit wenigen Schäden erlauben uns, die eingesparten Gelder im Laufe des Restjahres einzusetzen", sagt Happel-Emrich.

Der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) der Stadt DARMSTADT hat für die Straßenerhaltung etwa 1,7 Millionen Euro zur Verfügung. Frostschäden würden nicht separat erfasst, teilte die Stadt mit. Weil das Gesamtschadensniveau nach wie vor hoch sei, habe es nach zwei vergleichsweise milden Wintern bislang keine Einsparung gegeben. "Aufgrund der nach wie vor hohen Gesamtschadenszahl ist ein Zurückfahren des Budgets beim EAD nicht vorgesehen", sagte Stadtsprecherin Sigrid Dreiseitel.

Auch in WIESBADEN ist der Aufwand bisher annähernd so hoch wie im vergangenen Winter. Die Stadt zählte in diesem Winter bislang rund 2300 Schlaglöcher. Im Winter 2012/2013 waren es noch mehr als 4100.

In FULDA, GIESSEN und FRANKFURT gab es noch keine aktuellen Zahlen zu Straßenschäden. "Wir sind noch im Winterablauf", sagte ein Sprecher aus Fulda. Frankfurt will nach Angaben des städtischen Amts für Straßenbau erst im April über Winter-Straßenschäden informieren.

Zum Zustand der hessischen Landesstraßen wollte sich Hessen Mobil zunächst nicht äußern, Näheres soll am Dienstag bekannt gegeben werden.

Die IG BAU Rhein-Main forderte unterdessen für Frankfurt eine "Asphalt-Therapie". "Sobald klar ist, dass es keinen Frost mehr gibt, müssen die Straßen geflickt werden. Jedes Schlagloch, das dann nicht gestopft wird, meldet sich in der nächsten Saison zurück - und zwar noch größer und tiefer", sagte IG BAU-Bezirkschef Günther Schmidt. Die Gewerkschaft ruft zusammen mit dem mit dem Auto Club Europa (ACE) Autofahrer dazu auf, Löcher unter www.ace-online.de/schlaglochmelder zu melden.

dpa

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