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Milde Temperaturen schaden Weihnachtsmarkt-Geschäft kaum

Brauchtum Milde Temperaturen schaden Weihnachtsmarkt-Geschäft kaum

Das Wetter verlockt derzeit nicht zu Glühwein und Bratapfel. Die Budenbetreiber auf Hessens großen Weihnachtsmärkten tragen es mit Fassung. So schlecht läuft das Geschäft gar nicht.

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Dekoartikel auf einem Weihnachtsmarkt.

Quelle: Christina Sabrowsky/Archiv

Frankfurt/Main. Außergewöhnlich milde Temperaturen und ausbleibender Schnee wirken sich kaum auf das Geschäft der Weihnachtsmärkte in Hessen aus. Lediglich anhaltender Dauerregen Anfang Dezember machte den Beschickern und Ausstellern zwischen Kassel und Darmstadt zunächst arg zu schaffen. Inzwischen ist die Stimmung unter den Schaustellern aber wieder besser, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt ergab.

Auf dem größten Weihnachtsmarkt des Landes, in FRANKFURTt, verzeichnen die Budenbetreiber nach Einschätzung der Frankfurter Tourismus und Congress GmbH derzeit Einbußen zwischen zehn und 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erste Prognosen, in denen von einem dramatischen Umsatzrückgang von 20 Prozent gesprochen wurde, hätten sich zum Glück nicht bestätigt, sagte Sprecher Kurt Stroscher. Lediglich bei den Glühweinverkäufern laufe das Geschäft wegen der milden Temperaturen vergleichsweise schleppend - "aber alles noch im Rahmen". Der Frankfurter Weihnachtsmarkt zwischen Römer und Hauptwache in der Mainmetropole ist mit rund drei Millionen Besuchern und etwa 250 Ständen der größte in Hessen und einer der größten in Deutschland.

Auch in DARMSTADT ist die Stimmung unter den Anbietern nach Einschätzung des örtlichen Schaustellerverbandes gut. "In der ersten Woche war es zu nass", bilanziert Vorstandsvorsitzender Bernd Salm. Milde Temperaturen wirken sich nach seiner Einschätzung hingegen kaum auf das Geschäft aus. "Keine außergewöhnlichen Zustände in diesem Jahr", lautet sein bisheriges Fazit.

Über den Dauerregen zum Saisonstart klagt auch der Sternschnuppenmarkt in WIESBADEN. "Die erste Woche war richtig schwierig", sagt der Geschäftsführer der Wiesbaden Marketing GmbH, Martin Michel, "sowohl Kunsthandwerker als auch Gastronomen hatten da keinen Spaß". Zulauf und Verkauf hätten sich mit dem Ende des heftigen Regens aber deutlich gebessert. Während in der ersten Woche ein Umsatzrückgang von 20 bis 30 Prozent beobachtet worden sei, liege man inzwischen auf Vorjahresniveau.

Richtig optimistisch gibt man sich auf dem Weihnachtsmarkt in KASSEL: Der Start sei zwar etwas verhalten gewesen, "wir haben aber den Eindruck, dass das Wetter derzeit kein Hinderungsgrund ist, den Weihnachtsmarkt zu besuchen", sagt die Sprecherin von Kassel Marketing, Birgit Kuchenreiter. Sie gehe sogar davon aus, dass möglicherweise die sehr guten Umsätze des Vorjahres erreicht werden.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach soll es auch weiterhin mild bleiben. Ob es kurz vor Weihnachten noch einen Wintereinbruch gibt, lässt sich nach Angaben von Meteorologen aber noch nicht zuverlässig vorhersagen.

dpa

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