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Messer-Angriff in Asylbewerberheim gestanden: Streit um Beleuchtung

Prozesse Messer-Angriff in Asylbewerberheim gestanden: Streit um Beleuchtung

Nach einem eskalierten Streit um die Zimmerbeleuchtung in einem Asylbewerberheim hat der Angeklagte vor dem Landgericht Hanau die Messerattacke gestanden. Zu Beginn des Prozesses wegen versuchten Mordes räumte der Flüchtling aus Afrika (26) am Dienstag ein, im November 2013 einen Landsmann aus Somalia (19) angegriffen und verletzt zu haben.

Hanau. Zweimal wurde die Polizei an jenem 28. November in die Asylbewerberunterkunft im Maintaler Stadtteil Dörnigheim gerufen. Gegen 22.30 Uhr wurde zunächst ein lautstarker Streit zwischen den beiden Bewohnern gemeldet, der sich offenbar um die Beleuchtung in ihrem gemeinsamen Zimmer drehte. Die Polizisten schlichteten die Auseinandersetzung und verließen die Unterkunft wieder.

Wenig später stach der Angeklagte dem 19-Jährigen mit einem Küchenmesser in den Rücken. Das Opfer erlitt einen Teilkollaps der Lunge und war erst Tage nach der Tat außer Lebensgefahr. Dass der Somalier überlebte, hat er zwei Mitbewohnern in dem Viererzimmer zu verdanken, die den Angeklagten überwältigten und bis zum Eintreffen der Polizei festhielten.

dpa

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