Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Mehrere Verletzte bei Messerstechereien in Frankfurt

Kriminalität Mehrere Verletzte bei Messerstechereien in Frankfurt

Erst an der Hauptwache, dann im Gallusviertel: Innerhalb von drei Tagen haben gleich zwei Messerangriffe die Frankfurter Polizei beschäftigt.

Voriger Artikel
Bei Kontrolle ertappt: Führerschein schon bei Polizei
Nächster Artikel
Kommunen legen Wirte an unterschiedlich lange Leinen

Derzeit werde nach weiteren Beteiligten gefahndet.

Quelle: Friso Gentsch/Archiv

Frankfurt/Main. Zwei Tage nach der schweren Messerstecherei an der Frankfurter Hauptwache hat ein Mann im Gallusviertel am Montag auf seinen Nachbarn eingestochen. Dabei verletzte er einen 59-Jährigen leicht an der Hand, wie die Polizei in Frankfurt mitteilte. Die beiden Männer hatten sich am Mittag im Hausflur offenbar um die Müllentsorgung gestritten, als der 45-jährige Tatverdächtige zum Küchenmesser griff. Die Polizei schickte ein Großaufgebot zum Tatort ins Gallusviertel und konnte den Mann mit Hilfe eines Diensthundes überwältigen. Der Hund biss dem Tatverdächtigen ins Bein und verletzte ihn an Oberschenkel und Wade. Beide Männer kamen anschließend ins Krankenhaus.

Bereits am Samstag war es zu einer Messerstecherei in der Frankfurter Innenstadt gekommen. Dabei wurden vier Männer zum Teil schwer verletzt. Die Polizei nahm am späten Sonntagabend zwei der vier mutmaßlichen Täter fest. Der 43 Jahre alte Mann und sein 15-Jähriger Sohn wurden am Montag verhört. Die Identität der anderen beiden mutmaßlichen Täter sei noch nicht bekannt, sagte eine Polizeisprecherin. Die Suche nach ihnen läuft noch. Laut Zeugenaussagen soll es sich um zwei junge Männer im Alter von etwa 17 bis 20 Jahren handeln.

Die Auseinandersetzung begann in der C-Ebene der S-Bahnstation Hauptwache und setzte sich bis zur darübergelegenen B-Ebene fort. Zuerst hätten sich die Männer gestritten, danach hätten sie die Messer gezückt. Die Verletzten, bei denen es sich um männliche Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren handelt, kamen ins Krankenhaus. Ein 18-Jähriger war leicht verletzt, die anderen hatten schwere Verletzungen. Nach Angaben der Polizei schwebt keiner von ihnen in Lebensgefahr.

Da die Innenstadt am Samstagnachmittag voller Menschen war, befragte die Polizei viele Zeugen zur Messerstecherei. Über ihrem Twitter-Kanal warnte die Frankfurter Polizei vor wilden Spekulationen im Internet. "Ihr macht euren Mitmenschen unnötig Angst. Es besteht KEINE Gefahr", schrieben die Beamten am Samstagabend über den Kurzmeldungsdienst. Wegen der Spurensicherung war die S-Bahnstation Hauptwache vorübergehend gesperrt worden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr