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Mehr Staupe-Fälle bei Wildtieren nachgewiesen

Tiere Mehr Staupe-Fälle bei Wildtieren nachgewiesen

Vor allem Waschbären sind von der hochansteckenden Viruskrankheit Staupe betroffen. Auch für Hunde ist die Infektion gefährlich. Doch die Haustiere können leicht geschützt werden.

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Ein Waschbär.

Quelle: Soeren Stache/Archiv

Marburg. Die auch für Hunde gefährliche Staupe wird derzeit häufiger bei Wildtieren entdeckt. Die Zahl der an der Virusinfektion erkrankten Tiere sei im Kreis Marburg-Biedenkopf und auch in anderen hessischen Landkreisen in letzter Zeit gestiegen, teilte die Kreisverwaltung in Marburg mit. "Im Kreis Marburg-Biedenkopf hat die Zahl der nachgewiesenen Staupe-Fälle in den vergangenen zwölf Monaten extrem zugenommen", sagte Gregor Busse, der als Fachdienstleiter zuständig ist für Veterinärmedizin. Waschbären seien besonders betroffen, aber auch Füchse.

Nach Daten des Hessischen Landeslabors wurden Krankheitsfälle zuletzt vor allem in Nordhessen, aber auch in osthessischen Landkreisen registriert. Vereinzelte positiv getestete Tiere gebe es aber im gesamten Land. Die Mitarbeiter des Labors untersuchten 2014 und im vergangenen Jahr 750 Proben von Wildtieren auf das Virus - bei fast der Hälfte (46 Prozent) wurden sie fündig.

"Der Anstieg der Fallzahlen steht sicherlich im Zusammenhang mit der stark gewachsenen Waschbär-Population in den letzten Jahren", sagte Busse. "Waschbären sind sehr empfänglich für das Staupe-Virus." Es sei aber schwierig zu schätzen, wie viele Wildtiere in Hessen erkrankt seien, da ein Großteil vermutlich verende, ohne gefunden zu werden.

Die Staupe ist eine hochansteckende Viruserkrankung unter anderem bei Hunden, Füchsen, Waschbären oder Mardern. Menschen sind nicht betroffen. Bei den Tieren verläuft die Erkrankung nach Angaben der Marburger Kreisbehörde in der Regel schwer, oft tödlich oder mit bleibenden Schäden. Deshalb sei es wichtig, dass Tierfreunde ihre Hunde regelmäßig impfen. Je nach Hersteller müsse die Impfung alle zwei oder drei Jahre aufgefrischt werden, betonte Busse.

dpa

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