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Mann soll Ex-Freundin massiv nachgestellt haben: Prozessauftakt

Prozesse Mann soll Ex-Freundin massiv nachgestellt haben: Prozessauftakt

Mit einem Geständnis hat in Frankfurt der Prozess gegen einen mutmaßlichen Stalker begonnen. Der 43-Jährige soll einer Frau massiv nachgestellt und sie beleidigt haben.

Frankfurt/Main. Vor dem Landgericht räumte der Angeklagte am Mittwoch ein, seine Ex-Freundin nach der von ihr verkündeten Trennung über Monate per Telefon, SMS und E-Mail oder mit ungebetenen Besuchen belästigt zu haben. Teilweise versuchte der Mann mehr als zwanzigmal am Tag mit der Frau in Kontakt zu treten, obwohl diese mit einem krebskranken Sohn ohnehin schon nervlich belastet war. In einem Fall musste sogar das Überfallkommando der Polizei mitten in der Nacht anrücken.

Seiner Aussage zufolge hatte der 43-Jährige die Trennung nicht überwunden. Er kündigte an, sich psychiatrisch behandeln lassen zu wollen. In dem Prozess wurde aber auch bekannt, dass er bereits zwei frühere Lebensgefährtinnen in ähnlicher Weise behelligt hatte. Obwohl er derzeit eine Haftstrafe verbüßt, soll er außerdem erst vor einigen Wochen wieder eine andere Frau per Telefon belästigt haben. Dabei soll er sich mehrfach über gerichtlich verhängte Kontaktsperren hinweggesetzt haben. Die Strafkammer hat noch drei weitere Verhandlungstage vorgesehen. Es soll auch ein psychiatrischer Sachverständiger befragt werden.

dpa

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