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Mann nach Buttersäure-Attacken in Psychiatrie eingewiesen

Prozesse Mann nach Buttersäure-Attacken in Psychiatrie eingewiesen

Nach mehreren Übergriffen mit ätzender Buttersäure ist ein 44 Jahre alter Mann dauerhaft in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden. Das Landgericht Frankfurt ging am Dienstag in seiner Entscheidung von einer Schuldunfähigkeit des Mannes aus, der laut Gutachten "geisteskrank im engeren Sinne ist".

Frankfurt/Main. Im Wahn besprühte er zunächst mehrfach in Wien demonstrierende Tierschützer. Im Januar vergangenen Jahres tauchte er plötzlich in Berlin auf und attackierte Gegner einer Pelztierzucht mit der ätzenden Flüssigkeit.

Der gravierendste Vorfall ereignete sich im Juni 2014 in einem Frankfurter Konferenzzentrum, wo eine Referentin über humanes Sterben sprach. Weil er glaubte, sie setze sich für die planmäßige Tötung kranker Menschen ein, schüttete der Mann eine Flasche mit verdünnter Buttersäure über der Referentin aus. Die Frau konnte 15 Minuten lang nichts mehr sehen und musste mit Verätzungen zum Arzt. "Die Gewalt hat nach und nach zugenommen", sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Schon deshalb und wegen des sehr hohen Wiederholungsrisikos sei eine Einweisung in die Psychiatrie geboten.

dpa

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