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Maintaler Mordprozess: Angeklagte schweigen bei Ortstermin

Prozesse Maintaler Mordprozess: Angeklagte schweigen bei Ortstermin

Im Prozess um einen Mord und einen Totschlag in Maintal hat sich das Gericht selbst ein Bild vom Tatort gemacht. Die beiden Angeklagten, ein Mann (60) und sein Sohn (30), verfolgten den Ortstermin am Montag auf einem früheren Reiterhof schweigend.

Maintal. Dort war das Vermieter-Ehepaar im Streit um Mietrückstände im Juni 2014 getötet worden.

Die Angeklagten hatten dafür zu Prozessbeginn vor dem Landgericht Hanau Notwehr geltend gemacht. Sie hätten nur auf Gewalt und Attacken des Ehepaars reagiert. Der Mann wurde mit einem Messer erstochen, die Frau mit einer Pistole erschossen. Die Leichen wurden rund vier Monate nach der Tat unter einem Misthaufen gefunden.

Der Nebenklage-Vertreter und Rechtsanwalt der Tochter sagte bei der Begehung des Tatorts, die Notwehrversion der Angeklagten sei frei erfunden. Er gehe auch davon aus, dass beide Opfer ermordet wurden. Auch der Sohn habe sich demnach des Mordes schuldig gemacht.

Das Gericht machte am Montag keine Angaben zu möglicherweise gewonnenen Erkenntnissen bei dem etwa einstündigen Ortstermin. Das Urteil wird im Juni erwartet.

dpa

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